Arbeitsspeicher (RAM)
Nintendo verbaut unterschiedliche Speichermodule (Samsung, Toshiba, Hynix usw.). Vor dem RAM-OC musst du wissen, welches Modul in deiner Konsole steckt, da jedes Modul anders übertaktbar ist.
Die Info findest du in Hekate oder unter Ultrahand → Systeminfo (z. B. Vendor: Samsung, Modell: K4UBE3D4AA-MGCL).
In der OC-Szene werden RAM-Module per Tier Level eingestuft: Je höher der Tier, desto übertaktfreudiger das Modul.
RAM-Info nach Umbau
Es wird immer die ID des ab Werk verbauten RAMs angezeigt. Nach einem 8-GB-Upgrade oder RAM-Tausch bei einer Reparatur ist die Anzeige oft falsch. Dann die Person fragen, die den RAM verbaut hat.
Richtwerte vom HOC-Entwickler
Reihenfolge beim RAM-Tuning
Ermittle zuerst die maximale RAM-Frequenz, bevor du Timings anpasst. t7 und t6 sind stark frequenzabhängig und müssen bei hohen Takten oft gelockert werden.
2533 MHz sind bekannt dafür, durch Timing-Änderungen Probleme zu verursachen. Teste vorsichtig. JEDEC-Frequenzen (RAM Settings → Step Mode) können je nach Chip mehr Leistung, engere Timings oder bessere Stabilität bringen, variieren aber stark.
Moderates RAM-Overclocking
Setze Ram Max Clock auf 2200 MHz. Dieser Wert funktioniert erfahrungsgemäß auf den meisten Konsolen. Common Timings sowie VDD2 und VDDQ aus der Tabelle übernehmen.
Startest du über 2200 MHz, beginne mit DVB-Shift 10 und reduziere auf 2–6, sobald die maximale RAM-Geschwindigkeit steht. Höherer DVB-Shift erhöht den Stromverbrauch kaum, aber leicht die Wärmeentwicklung.
Nach dem Setzen der Werte: Konsole neustarten. Danach in Temporary Overrides den gewünschten RAM-Takt aktivieren.
Absturz oder Freeze
Friert die Konsole ein oder beendet mit Fehler: Ram Max Clock zu hoch oder Timings zu straff – Werte anpassen und erneut testen. Bei eingefrorener Konsole Power gedrückt halten, bis sie ausgeht, dann wieder einschalten. Ein kurzes Knacken aus den Lautsprechern ist normal.
Stabilität testen
Passe Werte schrittweise an, bis Startbildschirm und Spiele stabil laufen. Wenige Benchmarks (z. B. Ultracam, Furmark-NX) reichen nicht – teste mit anspruchsvollen Spielen, z. B.:
- Zelda – Tears of the Kingdom
- Batman Arkham Knight
- Tomb Raider: Definitive Edition
- Metro 2033 / Last Light
- The Witcher 3: Wild Hunt
- Hogwarts Legacy
- DVB-Shift von 10 schrittweise auf 2–6 reduzieren (je niedriger, desto besser).
- Passende Super Tight (ST) Timings testen.
- Schlägt ST fehl: DVB-Shift wieder erhöhen und/oder Timings lockern in dieser Reihenfolge: t8 → t1 → t2 → t3 → t6 → t7 → t4 → t5
Prioritäten beim RAM
- Bei Problemen zuerst t7 und t6 lockern (stark frequenzabhängig).
- RAM trägt am meisten zur Gesamtleistung bei: maximale Frequenz zuerst.
- Selten scheitern Module selbst bei Common Timings; dann auch diese lockern.
- Höherer Clock ist oft relevanter als extrem niedrige Timings, wenn z. B. 2800 MHz nur mit Common Timings stabil laufen.
HP Mode
HP Mode verbessert die Latenz und damit 1 %-Low-Werte sowie weniger Ruckler. Manche RAM-Module vertragen ihn nicht.
- Maximalen Takt und Timings bei deaktiviertem HP Mode finden.
- Anschließend HP Mode aktivieren und erneut testen.
- Stabil → aktiv lassen, sonst deaktiviert lassen.